Stell Dir vor Dein Auto ist ein Musikinstrument

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Autos sind zum Fahren da. Wir wollen von Punkt A nach Punkt B kommen.

Auch heute gibt es noch immer Menschen, die hinter dieser veralteten Meinung stehen. Sie sehen in einem Auto nur ein Transportmittel und kein Lifestyleobjekt, welches mit Entertainment-Angeboten das Fahren zum Erlebnis macht. Sie brauchen diesen SchnickSchnack und Firlefanz nicht. Sie gehen sogar soweit zu sagen: Wer braucht das schon!


Ich brauch das!

Und nicht nur ich, sondern auch sehr viele Menschen, die einfach Wert auf Komfort legen und für die Fahren mehr als eine reine Beförderung ist. Warum sollte man auch bei den Innovationen unserer Zeit beim Auto knapsen? Das wäre doch unlogisch, findet Ihr nicht auch?

Ich mag technische Spielereien           

Video1Wenn ich mich in ein neues Auto setze, betrachte ich als erstes die vorhandenen kleinen, vor allem technischen, Feinheiten. Diese können wahre Begeisterung bei mir auslösen, wie einst die 360° View. Ich bin wahrlich keine gute Einparkerin, sei es dem Klischee geschuldet oder einfach meinem mangelndem Talent, aber es ist so: Parklücken und ich – wir werden keine Freunde mehr. Sind jedoch um das Auto herum Kameras montiert, sodass ich auf einem Display meine komplette Umgebung sehen kann, werde ich zur Super-Einparkerin. Es muss daran liegen, dass ich ein Kind der ersten wahren Zocker-Generation bin und eine Steuerung via Monitor für mich einfach etwas natürliches ist. Endlich ohne Angst und Verrenkungen einparken zu können, unabhängig der Autogröße, war für mich eine Offenbarung.

Es sind diese Feinheiten, einfach die kleinen Dinge, die mich an einem Auto faszinieren. Sei es die Sitzheizung, die auch den halben Rücken hochgeht und mir meine Verspannungen wegzaubert oder die Einkaufstütenhaken im Kofferraum. Manchmal genügt auch ein simpler USB Anschluss, der es möglich macht meine MP3’s vom MP3-Player direkt im Auto abzuspielen um mir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Es sind die Winzigkeiten, die mir aber das Leben erleichtern, es komfortabler und angenehmer machen.

MirrorLink begeisterte mich

Als ich in Spanien den neuen VW Polo GTI fahren durfte, schaute ich natürlich genau, welche kleinen Besonderheiten mir dies Auto bot. Dabei stolperte ich über MirrorLink, welches das Smartphone mit dem Auto verbindet. Dadurch ist es möglich Apps vom Handy zu integrieren. 5 Apps habe ich getestet und eine davon hatte es mir ganz besonders angetan…..

Sound Journey – Erfahre Deinen Sound

Hätte mir vor Kurzem noch jemand gesagt, dass ein Auto zum Musikinstrument verwandelt werden kann, ich hätte einen Blick in den Kalender geworfen, um nicht ungewollt in den April geschickt zu werden. Sound Journey jedoch tut genau das. Es schickt Dich mit dem VW Polo GTI auf eine musikalische Reise. Nach dem Starten der App kann man zwischen 3 Musikstilen wählen:

  • Rockin’ Beats (Stadtverkehr)
  • Groove Tracks (Landstraße)
  • Chill-out (Autobahn)

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Jede Musikrichtung hat im Leerlauf einen gleichbleibenden Beat. Entweder rockig, groovig oder chillig – je nachdem, welchen Musikstil man gewählt hat. Gibt man nun Gas und beginnt die Autofahrt, hört man sofort Veränderungen aus den Lautsprechern klingen. Die Musik passt sich dem Fahrstil an. Akustische Elemente mischen sind in den Song, wenn man beispielsweise den Blinker betätigt.  Alle fahrrelevanten Elemente, welche Musikveränderungen auslösen, sind jedoch nirgends verzeichnet. Die Entwickler hüllen sich in Schweigen, was den Ausprobiertrieb bei mir nur noch mehr anheizt. Wer nun glaubt, dass es an einer Ampel grundsätzlich zum Leerlauf-Grundbeat kommt, den muss ich enttäuschen. Hier wurde die Solo Funktion mit eingebaut. Sobald diese aktiviert wird, kann man mit dem Annäherungssensor “spielen”.

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Während der Nutzung kann man bis zu 30 Sekunden der Musik aufzeichnen und bei Facebook hochladen. Die Nutzung der App wird noch durch das Verdienen von Badges gefördert. Hier kann man Ehrgeiz entwickeln und versuchen alle Badges zu verdienen. Und da sind nicht alle Badges so leicht, wie eine Stunde auf der Landstraße mit dem passenden Sound fahren.

Nun kann man gern nochmal ausrufen: “Wer braucht denn solch Spielerei?” Und ich erwidere erneut nur: “Ich!!!! Und viele viele viele Andere auch.”

Wenn in der Zukunft noch mehr Musikstile downloadbar sind, kann ich mir sehr gut vorstellen, wie sich Autotuner so ihre eigenen Musiken für ihre Tuning-Fahrvideos erstellen. Ich wäre dann übrigens noch für Techno, Metall und Soul.

Stellt Euch nur mal vor: 2 Personen fahren die selbe Strecke und vergleichen im Anschluss, wer den besseren Sound “erfahren” hat. Man grübelt gemeinsam, wie man einen Song am Besten erstellt. Ich sehe es schon bildlich vor mir, wie eine Traube junger Menschen auf einem Parkplatz versuchen das perfekte Lied zu komponieren. “Du musst nach 2 Sekunden Gas geben und dann nach 4 Sekunden Bremsen und links blinden!” Kommt so der nächste Chart-Hit zustande?

Braucht man Sound Journey wirklich?

Nein. Aber man braucht auch keine Sitzheizung. Man braucht es nicht, aber wenn man es hat, ist man happy und weiß es zu schätzen. Und es macht halt einfach Fun. So klingt eben einfach Fahrspaß!

Fotos vom Polo GTI findet Ihr hier >>>

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