Der neue Crafter fährt sich wie ein PKW

Automobil  One comment

Er ist groß. Er ist verdammt groß. Der neue Crafter wird in drei Karosserielängen und drei Dachhöhen angeboten. Seine Länge liegt zwischen 5,98 m und 7,39 m. Seine Höhe liegt zwischen 2,34 m und 2,80 m. Es gibt ihn nicht nur wie auf meinem Foto, sondern auch als Variante mit Pritsche. Optisch orientiert er sich in Richtung des T6. Sein Inneres ist durchdacht.

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Im Ladebereich hat sich der Platz erhöht. Die ein Zentimeter steiler stehenden Wände lassen die Innenwände im oberen Bereich um sieben Zentimeter breiter werden. Das bringt Ladevolumen!

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Die Zugrösen sind gut verteilt und im Boden sind Schraubanschlüsse für Systembauten eingelassen.

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In der Fahrerkabine finden sich viele Ablagefächer. Ins Handschuhfach passt ein DINA 4 Ordner und auf dem Amaturenbrett finden sich ausreichend Fächer zum Reinwerfen des Schlüssels, Handys und sonstige Gegenstände des Lieferalltages. Steckdosen an den richtigen Stellen lassen auch dem Handy und anderen Geräten nicht den Saft ausgehen.

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Der Crafter ist ein Nutzfahrzeug. Ein Kastenwagen, um genau zu sein. Er muss Ladefläche bieten und sich gut fahren lassen. Er muss praktisch sein. Nun jedoch ist er noch mehr. Er ist sicherer geworden. Er ist komfortabler geworden. Er ist noch praktischer geworden.

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Fahren wie mit einem PKW

Das Lenkrad erinnert an das Lenkrad im PKW, was mir die Gewöhnung an den neuen Crafter erleichterte. Das Fahren überraschte mich. Es war nicht viel anders als wie mit einem kleinen PKW. Ich steuerte ihn sicher durch die Landschaft Andalusiens. Seine Länge fiel mir nur bedingt auf. Die Windanfälligkeit auf der Autobahn ist natürlich eine andere als wie mit einem kleinen Golf. Das weiß der logische Menschenverstand. Aber er steuerte sich nicht so viel anders als beispielsweise ein Caddy. Größer eben, aber vertraut. Nicht LKW-mäßig, wie ich es sonst von Transportern kenne. Das gefiel mir!

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Der Einstieg ist für mich 140 Kilo Frau angenehm. Das Aussteigen als Beifahrer weniger, irgendwie fehlt mir rechts seitlich ein Haltegriff. Es gibt einen oben, aber ich bin zu klein, um mit dessen Hilfe angenehm aus dem Auto zu kommen.Es gibt links einen Haltegriff, der ist als Ausstiegshilfe durchaus nutzbar. Man muss halt seinen Kletterweg finden. 🙂 Die Übersicht über die Straße war sehr angenehm. Die Sitzeinstellungen für mich ideal.

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Hilfe für den Fahrer

Die Assistenzsysteme sind im Land der Nutzfahrzeuge angekommen. Der Crafter bietet gleich mehrere praktische Hilfen für den Fahrer. In Verbindung mit einer elektromechanischen Lenkung hat der neue Crafter ESP mit Gespannstabilisierung, einen adaptiven Tempomat, eine Multikollisionsbremse, Front-, Seiten- und Kopfairbags, eine Rückfahrkamera, eine Parkdistanzkontrolle, einen Parkassistenten, einen Seitenwindassistenten, einen Anhängerrangierassistenten, LED-Scheinwerfer, Abbiegelicht und einen Fernlichtassistenten.

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Der Anhängerrangierassistenz (Trailer-Assist) hilft beim Steuern von Anhängern. Ich konnte diese Technik bereits beim Passat erleben und mochte es! Eine tolle Ergänzung für den beruflichen Alltag!

Der Parkassistent (Park-Assist) ist bei einem so großen Fahrzeug Gold wert. Ich gestehe: Ich würde so ein großes Auto NIEMALS innerhalb einer Stadt einparken können. Ich wäre heillos verloren. Die Schrammen beim Versuch des Stadt-Parkens wären bei mir sicher nicht mehr zählbar und das hat nichts mit dem Klischee “Frauen können nicht einparken” zu tun. Der Einparkassistenz hilft nicht nur beim Einparken, auch Ausparken übernimmt er.

Zusätzlich hat der Crafter Seitensensoren, die einem helfen durch schwierige Situationen zu steuern. Man kann am Bildschirm sehen, wie nah Hindernisse sind und wie man am Besten lenkt, um hindurch zu manövrieren. Im Video könnt Ihr es in Aktion sehen.

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Während unserer Fahrt gelangten wir auf eine sehr schmale Straße. So schmal, dass ich als zweiter Mann den Fahrer nicht weiter hindurchlenken wollte und wir lieber umkehrten. Die Sensoren spielten verrückt, weil einfach alles so nah war, dass nur noch ein Dauerton zu hören war. Den Graben direkt an der Straße jedoch konnten die Sensoren natürlich nicht “sehen”. In der Situation schalteten wir sie aus, denn da half wirklich nur noch ein zweiter Mann, der einen lenkt. Die Stelle auf dem Foto war übrigens noch eine “breite” Stelle…

Wie das ACC und der Lane-Assist funktioniert, erklärt Robert im Video. Es macht das Fahren sicherer und angenehmer.

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Mein Fazit

Die Assistenzsysteme sind sehr gute Ergänzungen zum alltäglichen Arbeiten mit großen Nutzfahrzeugen. Der Crafter ist komfortabler und sicherer geworden. Er bietet nützliche und gut durchdachte Extras. Vom großen Handschuhfach bis zur größeren Innenladefläche – er ist individuell einsetzbar und vielartig konfigurierbar. Und dazu fährt er sich gut. Da kann man auch mal den Lehrling ans Steuer lassen, denn die Assistenten werden ihm beim Steuern helfen. Für mich ist der neue Crafter ein gut durchdachtes Fahrzeug.

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One comment to Der neue Crafter fährt sich wie ein PKW

  • […] verfolgt, weiß, dass ich vor kurzem in Spanien war. Genauer: In Andalusien in Almeria. Ich nahm an der Fahrveranstaltung des neuen VW Crafter teil. Morgens früh – meine Jungs schliefen noch – fuhr ich mit gemischten Gefühlen zum Flughafen. […]

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