Der neue VW Caddy – im Familienwagentest

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2 Autos in der Familie und beide sind einfach nicht Zwillingstauglich. Entweder kriegen wir die Kinder oder den Kinderwagen hinein, aber beides zusammen funktionierte bisher in keiner Konstellation. Da unsere Autos auch nimmer die jüngsten sind, wird es wohl Zeit sich ein echtes Familienauto anzuschaffen.

Doch welches?

In meiner Zwillingsfacebookgruppe erfragte ich bei den Mamas, was ihnen bei einem Familienauto wichtig ist.
Dies waren die Antworten der Mama’s:

  • Selbstöffnender Kofferraum
  • Schiebetüren
  • Bis zu 7 Sitze
  • 3 x Isofix auf der Rückbank
  • Vermeidung vom Bücken beim Kinder in die Kindersitze heben
  • Zwillingskinderwagen muss + 2 Koffern in den Kofferraum passen
  • PKW Feeling
  • Übersichtlich
  • Wendig
  • Unempfindliche Sitze
  • Bequemes Ein- und Aussteigen
  • Vorwärts und Rückwärts Piep

Diese Liste behielt ich im Kopf, als ich vor wenigen Tagen nach Frankreich reiste, um den neuen VW Caddy probezufahren. Zwar ist er als “Handwerker” und “Dienstleister” Auto bekannt und beliebt, doch ist er durchaus auch ein Familienfahrzeug. 45% der Käufer sind nämlich im Privatkundenbereich zu finden.

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Das Aussehen

Optisch überzeugte mich der Caddy sofort. Auch wenn er zu den Nutzfahrzeugen zählt, sieht er nicht aus wie eines. Nichts “transporterartiges” sondern durchaus wie eine Familienkutsche kommt er daher, eine schicke Familienkutsche sogar. Modern, schnittig – sein Aussehen gefiel mir auf Anhieb. Ich mag die Linien, ich mag die Front, ich mag seine Rückseite. Da habe ich null und gar nichts dran zu bemängeln.

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Raumgefühl

Als ich hinter dem Steuer Platz nahm, hatte ich ein sehr angenehmes Raumgefühl. Als Fahrer war es toll, auch auf dem Beifahrersitz empfand ich dies so, auch wenn die Sitze für meine Hüften minimal zu schmal waren. Aber das störte wenig. denn die Lendenwirbelunterstützung war dafür ein Traum. Doch hinten auf der Rückbank wurde es dann etwas enger. Meine Beinfreiheit, auch meinem Übergewicht geschuldet, war semi angenehm. Es ging durchaus, doch bequem hinten Mitfahren, wäre für mich als dicke Frau anders. Doch wann sitze ich schon mal hinten? Und meine Kinder sind noch klein, bis sie darüber meckern würden, dass der knapp 1,90m große Papa den Sitz so weit zurückgestellt hat, würde es ebenfalls noch dauern.

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Fahrgefühl

Das Fahrgefühl erinnert wenig an “Transporterchen”. Als Diesel bot er mir mit 102 PS durchaus Fahrspaß, aber mir fehlte beim DSG dann doch die Power beim Kick-Down. Persönlich würde ich hier eindeutig zur 122 oder 150 PS Variante greifen. Vor allem, da ich jemand bin, der auch mal einen Wohnwagen hinten anhängen möchte. Die Übersicht war für mich ausreichend. Und beim Parken unterstützen einen die Rückfahrkamera, der Park Assist und das “Rundum Pieps”. Er ist außerdem wendig und lässt sich sehr angenehm Fahren. Die Fahrgeräusche empfinde ich als gering.

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Schmankerl

Einzug in den Caddy hielten die Assistenzsysteme. Vom ACC, dem Front-Assist bis zum Park-Assist der Müdigkeitserkennung und City-Notbremssystem bietet er ein gutes Standardpaket für die Stadt und Fahrsicherheit. Auch das Infotainmentsystem bietet umfangreiche Nutzmöglichkeiten, von Navigation bis Bilder und Medienwiedergabe bietet es alles, was das Fahrerherz erfreut. Die Bedienung über das Multifunktionslenkrad erleichtert die Nutzung von selbigem ungemein.

Sehr angenehm empfinde ich auch die vielen Ablagemöglichkeiten. Ob im Fußraum hinten, wo man unter einer Klappe z.b. immer Reserve Windeln vorrätig haben kann, bis zum Ablagefach über den Köpfen von Fahrer und Beifahrer, wo ich einen zu kurzen Arm im Sitzen für habe um komplett bis ins letzte Eck zu kommen.

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Familientauglichkeit

Kommen wir zu den Aspekten der Zwillingsmamas. Sowohl in der Long als auch in der Short Version würde mein Zwillingskinderwagen hineinpassen. Für weiteres Gepäck empfehle ich jedoch die Long Version. Bis zu 7 Sitze sind im Caddy möglich. Sowohl umklappbar als auch ausbaubar. Hier sei jedoch gesagt, dass die Sitze verdammt schwer sind. Ich allein würde es nicht hinbekommen einen Sitz ein- geschweige denn auszubauen. ISOFIX Kindersitze können auf der Rückbank nur 2 angebracht werden. Für Familien mit Zwillingen ausreichend, sollte jedoch noch weiterer Nachwuchs da sein oder anstehen, muss man auf weitere ISOFIX Sitze verzichten. Volkswagen war übrigens mit Brittax Römer zusammen an der Entwicklung des ISOFIX Systems beteiligt.

Die Schiebetüren auf beiden Seiten erleichtern das Hinein- und Herausheben der Kinder. Das ist sehr komfortabel. Die Heckklappe ist sehr groß, weswegen das Ein- und Ausladen wunderbar einfach ist. Für den Komfort hätte ich mir jedoch eine elektrische Öffnung und Schließung gewünscht. Ich muss die Schlaufe verwenden, runterziehen und dann ganz schnell mit der Hand die Klappe zur endgültigen Schließung erwischen. Dabei muss ich auf meinen Ehering achten, welcher den Lack sonst beschädigt, wenn ich häufiger falsch aufkomme. Einhändig ist es so halt etwas tricky den Kofferraum zu schließen, wenn man nur 1,65m groß ist. Wer nicht, wie ich, immer mindestens ein Kind irgendwo auf der Hüfte sitzen hat oder an der Hand hält, für den ist dies kein Manko. Auch nicht für Menschen, die größer als ich sind.

Die Sitze wirken robust, hinten gibt es 2 kleine Tabletts, welche aufklappbar sind und gerade für Kinder sind diese perfekt zum Malen oder “Auto drauf fahren lassen”. Da sie nach oben aufklappbar sind, können das währen der Fahrt aber nur Kinder. Bei mir selbst sind die dicken Oberschenkel einfach im Weg.

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Lademöglichkeiten

Durch die ausbaubaren Sitze, und auch die Umklappbarkeit des Beifahrersitzes, kann man mit solch Auto so manche lange Leiter bis hin zu einem großen Schrank transportieren. Wer schon mal bei Ikea war, weiß wie heftig es beim Nach-dem-Einkauf-ins-Auto-lade-Tetris zugeht…..  Mit dem Caddy gar kein Problem.

Fazit

Abgesehen von der 3. ISOFIX Vorrichtung und dem von selbst sich öffnenden Kofferraum, erfüllt der Caddy alle Anforderrungen der Zwillingsmamas. Für mich ist er ein idealer Familienwagen für Familien mit kleinen Kindern bis zum Teenageralter. Aber auch darüber hinaus auch als Gelegenheitsfamilienwagen, der ansonsten für einen berufliche Tätigkeit im Einsatz ist, geeignet.

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2 comments to Der neue VW Caddy – im Familienwagentest

  • […] Doch ich wollte wieder hinaus auf die Straße. Also fuhr ich los. Kreuz und quer durch die Umgebung. Ich genoss das wundervolle Wetter, es war warm und die Sonne schien. Das Fahren mit dem Caddy machte mir zudem wirklich Laune. […]

  • Der Caddy Alltrack | Buzzriders  says:

    […] im Mai 2015 konnte ich für mich feststellen: Der Caddy, das ist ein Familienfahrzeug nach meinem Geschmack. Obwohl eigentlich eher als Dienstleistungs- und Handwerkerfahrzeug bekannt, ist er doch für viele […]

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