Der Mercedes SLK 250 – ein Roadster der Fahrspaß garantiert

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Als frischgebackene Mama mit Zwillingen erwartet man nun sicherlich von mir, dass ich nur noch Familienkutschen fahre. Groß, geräumig, Platz für Kind und Kegel sowie sämtliches Spielzeug der Kinderzimmer, wenn man nur mal 10 Minuten zum Brötchen kaufen fährt.

Pustekuchen – vergesst es.

Wo bleibt denn da der Spaß? Immerhin ist man auch mal ohne Kinder unterwegs und da freut sich auch das Mamaherz, wenn viele PS unter der Haube einem Freude am Fahren bereiten.

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Letzten Freitag war es soweit. Conny hatte Mama-frei und setzte sich hinter das Steuer eines Mercedes SLK 250. Kein Wagen für eine Familie, sondern ein Roadster für eine Single-Dame, einen Solo-Herren, ein Pärchen ohne Kinderwunsch oder einfach ein Wagen für eine Mama, die frei hat und gern Auto fährt.

Ich ließ mich auf den Sitz fallen. Verwundert darüber, dass ich reinpasste, schaute ich mich um. Ich bin wahrlich nicht schlank, doch ich saß bequem. Ich fühlte mich nicht eingequetscht. Sicher, viel Platz bietet der Innenraum nicht, doch beengt ist anders. Nur gut, dass ich keine 1,90 m groß bin, sonst würde es wohl doch knapp mit der Kopffreiheit werden.

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Mit einem Lächeln der Vorfreude begann ich – ganz wie es sich gehört – den Sitz über die elektronischen Steuerknöpfchen einzustellen. Hoch, runter, etwas vor, nein wieder zurück, etwas schräger… ich drückte und stellte und veränderte und drückte wieder. Dann saß ich endlich richtig, da war mir das Lenkrad zu nah. Doch auch dies lässt sich sehr komfortabel über Knöpfe einstellen. Nachdem ich nun alles eingestellt hatte, drückte ich die Memory Funktion. 3 Personen können ihre ganz eigenen Sitzeinstellungen einspeichern. Kein ewig neues Einstellen, wenn jemand Anderes einmal den Wagen fuhr.

Das Wetter spielte mit und los ging es auch schon. Bei leichtem Wind, warmen Sonnenschein und strahlend blauem Himmel ging es über Landstraßen und durch kleine Ortschaften. Das Verdeck, welches sich nur im Stehen öffnen lässt und knapp 30 Sekunden dafür benötigt, war offen. Meine Haare hatte ich vorsorglich zusammen gebunden, doch wäre es dank hochgefahrener Seitenfenster gar nicht von Nöten gewesen. Meine Haare flogen nicht wild umher. Ich saß ziemlich windgeschützt am Steuer und ließ mir einzig den Nacken mit warmer Luft aus den Sitzen verwöhnen. Auch wenn ich ein großer Fan von Sitzheizungen bin, so durfte diese bei dem warmen Wetter aus bleiben.

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“Nun gib doch mal Gas.”

Ich fuhr anfangs wie eine Oma. 204 PS sind schon eine Hausnummer bei solch leichtem Wagen und in der Stadt kann man ihn nicht wirklich ausfahren. Auf der Landstraße hingegen macht das Ausfahren der Gänge doch schon eher Spaß. Einfach mal auf die Tube drücken und wie bei einem Rennwagen den Sound der Beschleunigung beim Anfahren genießen – das hat was. Fand nur ein Mann am Straßenrand nicht so toll, seiner Geste nach zu urteilen, empfand er mich als ziemliche Prollo-Tussi in dem Wagen ;). Doch war diese Reaktion eine Ausnahme. Der Wagen heimst sonst eher bewundernde Blicke ein. So manche Frau würde sich sicherlich gern in solch Wagen, neben einem jungen erfolgreichen gutaussehenden Mann setzen. (Nein, ich bin nicht anspruchsvoll *zwinker*)

Der Wagen fährt sich wirklich angenehm. Er beschleunigt gut und ist dabei doch sanft. Die Gangschaltung ist jedoch nichts für “Mädchen”, man muss schon ein wenig kräftig schalten können. Besonders gefallen haben mir die Bremsen. Ruckartiges Bremsen mag ich nämlich überhaupt nicht, ich empfand es beim SLK wirklich angenehm. Die Lenkung ist sehr direkt, was bei hohen Geschwindigkeiten ein gutes Festhalten des Lenkrads erfordert.

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Kleine Mankos

Wenn ich cruise, will ich meinen linken Arm im Mantafahrerstil ablegen können. Das konnte ich im SLK nicht. Mein Oberkörper ist wohl einfach zu klein. Es war unbequem den Arm abzulegen, weil ich einfach zu tief saß. Und für das Nachschminken an der Ampel ist es nicht so prickelnd, dass der Spiegel in der Sonnenblende rechts an einem vorbei spiegelt. Man muss die Sonnenblende erst aus der Halterung lösen und zu sich Ziehen, damit man sich selbst sehen kann. Die Kupplung muss für meinen Geschmack zu stark durchgetreten werden und das Aussteigen bei meiner Sitzeinstellung war nur semi-bequem. Das Einparken müsste ich wohl noch einige Zeit üben, da mir die Übersicht nach hinten etwas fehlt. Auch fand ich es gewöhnungsbedürftig, dass der Tempomat sich als Hebel direkt unter dem Blinker befindet. Mir ist es gut 3 mal passiert, dass ich statt dem Blinker den Tempomat erwischte.

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Sicherheitsfeatures

Der SLK bietet 2 Sicherheitsfeatures, die nicht mal verkehrt sind, die man jedoch mit Stirnrunzeln erlebt und mit AHA-Effekt lernt.

“Mach das Dach auf.”

Ich zog an dem Hebel und hielt ihn fest. Lässt man ihn nämlich los, bleibt das Dach so stehen, wie es gerade ist. Doch in dem Moment tat sich nichts. Nur wenn im Kofferraum eine Zwischenebene rausgezogen und eingehängt ist, lässt sich das Dach öffnen. Dadurch wird gewährleistet, dass man nicht eine 5stöckige Torte im Kofferraum hat, die unschön auf 2 Ebenen gequetscht wird, nachdem das Dach geöffnet wurde.

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“Güterzüge sind schön anzusehen.”

Wir hielten an einer geschlossenen Bahnschranke. Ich machte den Wagen aus und wir schauten erst der vorbeifahrenden S-Bahn und einem ziemlich langem Güterzug zu. Als dieser vorbei war, wollte ich den Wagen wieder starten. Ich wollte, doch der Wagen wollte nicht. Irritiert prüfte ich alles. Es war kein Gang eingelegt, ich stand auf der Bremse… woran lag es? Ich trat auf die Kupplung, legte einen Gang ein und da startete der Wagen, doch just in dem Moment ging die Schranke erneut wieder runter…. die Autofahrer hinter uns waren sicherlich sehr begeistert. So schauten wir in aller Seelenruhe einfach einem noch viel längeren Güterzug dabei zu, wie er an uns vorbeifuhr. Als die Schranke dieses Mal hochging, wusste ich, dass ich immer die Kupplung treten muss, egal ob ein Gang eingelegt ist oder nicht, denn sonst startet der Wagen einfach nicht. So wird halt verhindert, dass das Auto ungewollt beim Starten einen Satz nach vorn macht. Warum diese Sicherheitsvorkehrung jedoch auch greift, wenn gar kein Gang eingelegt ist, erschließt sich mir nicht.

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Schön anzusehen, schön anzufassen

Insgesamt gefällt mir der Wagen. Das Design ist ansprechend. Ich mag die Sitze, ich mag das Lenkrad, ich mag den Schaltknüppel. Lenkrad und Schaltknüppel fühlen sich einfach toll an. Weich, warm, angenehm. Einfach toll anzufassen. Der Wagen ist sportlich, schick, macht was her. Das Fahren macht Spaß, das Gefühl der Freiheit bei offenem Verdeck ist einfach ein Erlebnis.

Kaufen würde ich ihn mir allerdings nicht. Ich bin halt nicht die Zielgruppe. Ich bin am Ende eben doch Zwillings-Mama mit Unmengen an Windeln, Spucktüchern und Babyspielzeug. Aber als Zweitwagen würde ich ihn mir sofort gefallen lassen…..in meinen Träumen….denn mein Zweitwagen ist  in der Realität höchstens ein Buggy. Für mehr reicht es dank Pampers-Bergen nämlich einfach nicht. 😉

Weitere Fotos findet Ihr hier >>>

Weitere Informationen zum Auto >>>

One comment to Der Mercedes SLK 250 – ein Roadster der Fahrspaß garantiert

  • Mamamulle  says:

    Schickes Teil aber in der Tat auch zu Prollo für mich!

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