Autonomes Fahren – Vertraut Ihr den Autos?

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“Schatz, das Auto hat sich per WhatsApp gemeldet. Es steht bereit.”
”Oh, danke Liebling. Hab einen schönen Tag mit den Kindern.”
”Hab Du auch einen schönen Tag auf der Arbeit Schatz.”

Der Mann gibt mir noch einen Kuss und entschwindet durch die Wohnungstür. Unten vor der Tür steht in der Parkbucht bereits der Wagen, der ihn zur Arbeit fahren wird. Heute ist es mal eine Limousine, gestern war es ein Kleinwagen. Wir haben kein Wunschfahrzeug angegeben und bekommen daher immer den Wagen geschickt, der gerade in der Nähe und frei ist. So lernt man die verschiedensten Wagen kennen, falls wir uns doch irgendwann einen eigenen Wagen kaufen sollten. Zur Zeit brauchen wir den Luxus des Selbstfahren jedoch nicht. Vielleicht eines Tages, wenn die Kinder aus dem Haus sind.

Wird so unsere Zukunft aussehen?

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Wie praktisch muss es doch sein, egal von wo aus, spontan einen Wagen rufen zu können. Automatische Taxis. Und wenn man möchte, kann man vielleicht im Gegensatz zu obiger Fantasie doch selbst fahren. Durch den Stadtverkehr schlängeln wir uns selbst und auf der stupiden Autobahn, vor allem im Stau, lassen wir das Auto selbst fahren.

“K.I.T. übernimm”

Michael Knight hatte es schon richtig gemacht. Lass K.I.T. mal fahren. Als Fahrer kann man dann endlich die Zeit finden, das Buch zu lesen, was die Frau einem zum letzten Geburtstag geschenkt hat. Oder man kann mit den Kindern eine runde gemeinsam an der eingebauten Auto-Spielekonsole zocken. Die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt. Hätte mich früher mein Auto selbst zu den Kunden gefahren, das Leben als Außendienstlerin wäre für mich sehr viel ergiebiger und einfacher gewesen. Vor- und Nacharbeiten bei Terminen wäre im Auto erledigt gewesen. Der eingebaute Drucker im Handschuhfach hätte mir direkt alle Unterlagen in die Hand gedruckt. Und wenn ich dann zum Feierabend heimgekommen wäre, ich hätte den Feierabend wirklich sofort genießen können. Die Büroarbeit wäre ja bereits erledigt.

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Doch kann das funktionieren?

Damit solch autonomes Fahren eines Tages in unsere Realität einziehen kann, braucht es viel Vertrauen in die Technik. Wir übergeben unsere Sicherheit und unser Leben vollständig an ein technisches Gerät. Laut einer Umfrage von CSC Deutschland, sollen jedoch 70% der Deutschen das Vertrauen in das autonome Fahren fehlen. Und das obwohl die meisten Menschen der Meinung sind, dass das vernetzte Auto für den Unfallschutz hervorragend sei.

Bei der Umfrage wurden 1000 Verbrauer aus Deutschland, sowie jeweils 250 Verbraucher aus der Schweiz und Österreich durch den Paneldienstleister Toluna befragt.

Die größte Angst der Verbraucher liege dabei vor allem darin, dass jemand das Auto “hackt”. Hacker-Angriffe auf die Auto-IT – eine Horrorvision. Was wenn jemand das Auto umprogrammiert und man mit 200 Sachen direkt gegen eine Mauer fährt?  Die IT-Sicherheit ist eines der zentralsten Themen der Autoindustrie im Bereich des autonomen Fahrens.

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Und was erhoffen sich die Verbraucher vom autonomen Fahren?

Auch dies wurde gefragt. Man erhofft sich vor allem flüssigeren Straßenverkehr. Durch die Vernetzung werden Staus schneller erkannt und umfahren, das Unfallrisiko soll sinken, da Gefahrenstellen schneller erkannt werden und dank intelligente Steuerung von Ampel-Grünphasen wird es auch im Stadtverkehr flüssiger.

Nun meine Frage an Euch

Nun möchte ich von Euch wissen: Würdet Ihr einem selbstfahrendem Auto vertrauen? Könnt Ihr Euch das vorstellen? Wäre die oben gezeichnete Realität etwas für Euch? Oder könnt Ihr Euch nicht eine Sekunde vorstellen, das Steuer aus der Hand zu geben?

© Fotos: Unsplash / pixabay

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